Vorwort



Weltweite Vernetzung von Arbeitsabläufen, digitaler Informationsaustausch und damit mehr und mehr orts- und zeitflexibles Arbeiten – unsere Berufswelt verändert sich durch die zunehmende Digitalisierung in hohem Maße. Leistungsfähige Breitbandanschlüsse sind somit die Grundlage für Gewerbebetriebe, freie Berufe, Privathaushalte, Schulen und kommunale Liegenschaften.

Eine schnelle Internetversorgung steigert die Lebensqualität, trägt zudem zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung bei. Und schließlich können die öffentlichen Verwaltungen einen deutlich besseren Bürgerservice kosteneffizienter und schneller erbringen.

Welche Möglichkeiten in Zukunft noch entwickelt werden, ist nicht abzusehen. Heute ist aber bereits erkennbar, dass eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ein zentraler Standortfaktor geworden ist.

Die Attraktivität städtischer Lebensräume führt zu einer Abwanderung junger und qualifizierter Menschen, die Bevölkerung konzentriert sich in den Ballungsgebieten, während dünn besiedelte und entlegene Regionen zunehmend verlieren. Dieses abnehmende Potential ist ein Grund für das Fehlen privatwirtschaftlicher Marktteilnehmer im Breitbandbereich. Eine flächendeckende und leistungsfähige Verbreitung digitaler Infrastruktur ist damit, vor allem in strukturschwachen ländlichen Räumen, nicht gesichert.

Da das Internet heute schon ein zentraler Bestandteil unseres Lebens ist, verstärken diese schlechten oder fehlenden Datenverbindungen weiter die Abwanderung. Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen und die Attraktivität unserer ländlichen Räume für Bevölkerung und Wirtschaft zu erhalten und zu verbessern. Aus diesem Grund ist es geboten, dass die Kommunen bei einem Marktversagen den Breitbandausbau selbst in die Hand nehmen und die passive Breitbandinfrastruktur errichten.

 

Der Breitbandausbau erfordert detaillierte technische und rechtliche Fachkenntnisse, die in den einzelnen Kommunen nur mit hohem Aufwand vorgehalten werden können. Und einzelne Kommunen sind für größere Breitbandanbieter oft kein Ansprechpartner auf Augenhöhe, kleinteilige Netze finden nur schwer einen Betreiber, Pachterlöse sind kaum zu erzielen.

Komm.Pakt.Net ist ein interkommunaler Verbund von acht Landkreisen und über 200 Kommunen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bevölkerung im Aufgabengebiet durch die Errichtung oder Verbesserung eines passiven Glasfasernetzes mit leistungsfähiger Breitbandtechnologie zu versorgen.

 

Wir bündeln nun die Interessen unserer Kommunen und überwinden so die Kleinteiligkeit. Standardisierte Materialien und die Möglichkeit zum zentralen Einkauf gewährleisten einen hohen Qualitätsstandard und größtmögliche Kompatibilität. Unsere Beteiligten können auf konzentriertes Fachwissen zugreifen und aus einer ganzen Reihe von Dienstleistungen von der Markterkundung über Planung bis hin zur Betreiberausschreibung und Verwaltung der Infrastruktur nach ihrem individuellen Bedarf auswählen.

Komm.Pakt.Net begleitet Ihre Kommune
für Sie in die Zukunft.

Komm.Pakt.Net ist Teil des Modellvorhabens der Raumordnung „Digitale Infrastruktur als regionaler Entwicklungsfaktor“ (MOROdigital). Es unterstützt Unternehmen und Zusammenschlüsse wie Komm.Pakt.Net mit gesammelten Informationen und Erfahrungsberichten ähnlicher Initiativen.

 

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