Spatenstich in Untermarchtal für landkreisweites Backbone

Pressemitteilung Nr. 91/2016

Breitbandversorgung für den ländlichen Raum Spatenstich in Untermarchtal für landkreisweites Backbone

Mit einem Spatenstich zwischen den Gemeinden Untermarchtal und Obermarchtal
begann heute (6. Mai 2016) der Bau des landkreisweiten Breitband-Backbonenetzes
auf Glasfaserbasis für den Alb-Donau-Kreis. Dies geschieht im Rahmen der interkommunalen
Ausbauplanung einer Breitbandinfrastruktur im Alb-Donau-Kreis, die Kreistag
und Kreisverwaltung zusammen mit 37 Städten und Gemeinden im vergangenen Jahr
auf den Weg gebracht hatten. Das Backbone ist das Rückgrat für die Glasfaserverbindungen
in den einzelnen Ortslagen bis hin zu den Wohn- oder Betriebsgebäuden
(FTTB = fiber to the building).
Am Spatenstich nahmen Landrat Heinz Seiffert, der stellvertretende Landrat Heiner
Scheffold sowie der Geschäftsführer des kommunalen Verbundes Komm.Pakt.Net.,
Jens Schilling teil. Anwesend waren auch Abgeordnete und Bürgermeister sowie ein
Vertreter des mit der Ausbauplanung beauftragten Planungsbüros GEODATA GmbH,
Westhausen (Ostalbkreis).
Der Spatenstich für das Breitband-Backbone ist Voraussetzung für die europaweite
Ausschreibung des späteren Netzbetriebs. Dem Ereignis heute gingen 2014 eine Status-
Quo-Analyse über die Versorgungsgrade von Bevölkerung und Betrieben mit
schnellen Datenverbindungen voraus. 2015 folgten empirische Marktuntersuchungen
bei den Breitbandanbietern im Ausschreibungsgebiet. Damit wurde klar, wo und in
welchen Gebieten private Breitbandanbieter nicht tätig sind – und wo deshalb Handlungsraum
besteht für kommunale Initiativen.
Auf dieser Basis hatten der Alb-Donau-Kreis und die Kommunen das Heft in die Hand
genommen, um in unterversorgten Gebieten, Kommunen und Teilorten zu einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Glasfaserbasis zu kommen. Für die Ausbauplanung
erhielt der Landkreis Förderzusagen des Landes in Höhe von 845.000 Euro.
Die Breitbandinfrastruktur kann die öffentliche Hand selbst aber nicht betreiben. Sie
muss an einen Netzbetreiber verpachtet werden. Nach dem Spatenstich am Ortsrand
von Untermarchtal kann die Netzbetreiber-Ausschreibung nun auf den Weg gebracht
werden. Unterstützung erhalten der Alb-Donau-Kreis und die beteiligten Kommunen
dabei vom Verbund Komm-Pakt.Net (Kommunaler Pakt zum Netzausbau).
Bis 2020 soll kreisweites Backbone errichtet sein
Ziel ist es, bis Anfang 2017 über den künftigen Netzbetreiber Klarheit zu haben. Bis
2020 soll das kreisweite Backbone errichtet sein. In einigen Teilen des Landkreises, so
im Gebiet des Verwaltungsverbands Langenau und in der Gemeinde Lonsee, besteht
ein Backbonenetz bereits.
Mit den 37 an der hier geschilderten Ausbauplanung beteiligten Kommunen (zu denen
noch die Stadt Blaustein und die Gemeinde Nellingen hinzustoßen werden) und den
bereits bestehenden Netzen ist der Alb-Donau-Kreis dann zukünftig komplett erschlossen.
Bernd Weltin